NEUE Fortbildungsreihe ab 2024

 

Rezeptorbasierte Therapie – INHOUSE SCHULUNG

Zielgruppe

Physiotherapeut*innen, Sporttherapeut*innen, Movement Coaches, Athletiktrainer*innen, Sportmediziner*innen, Orthopäd*innen, Heilpraktiker*innen, Fitnesstrainer*innen

Der Mensch ist ein Rezeptor-gesteuertes Wesen!

Durch gezieltes Testen und Neutralisieren von dysfunktionalen Rezeptoren können Sie Probleme am Bewegungsapparat äußerst effektiv lösen.

Optimieren Sie Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Leistungsabfall, Energieverlust und Instabilitäten und helfen Sie Ihren Kunden und Patienten mit einer fundierten Therapie!

Worum geht es?

Die Kursreihe “Rezeptor-basierte Therapie” beinhaltet moderne Methoden aus der angewandten (funktionellen) Neurologie zur Verbesserung der Bewegungsqualität und sportlichen Leistungsfähigkeit und ist somit für Therapeut*innen als auch Trainer*innen geeignet. 

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Bewegungssteuerung (“Motor Control”) mit dem Prinzip “Input vor Output”. Der Mensch ist zum Großteil ein Rezeptor-gesteuertes Wesen, welches von Sinneseindrücken (Inputs) abhängig ist, um den Output zu den entsprechenden bewegungssteuernden Muskeln zu senden (Muskelspannung, Koordinationsmuster, Fazilitations- und Inhibierungsmuster, reflexive Stabilität, usw.). 

Ein Großteil der Bewegungseinschränkungen von Patient*innen und Sportler*innen kann auf eine gestörte Input-Output-Schleife zurückzuführen sein. Diese wird in der Physio- und Trainingstherapie jedoch häufig unberücksichtigt gelassen oder nicht mit neurologischem Fokus überprüft. Das Wissen aus der aktuellen Studienlage zur funktionellen Neurologie sowie aus verschiedenen Ausbildungskonzepten der Bewegungs-Neurologie, Applied Kinesiology und Trainingstherapie von internationalen Experten zeigt aber sehr deutlich, dass eine somit mögliche Ergänzung des biomechanischen und bio-psycho-sozialen Modells gewinnbringend für fast jedes Szenario in der Therapie und im Leistungstraining ist.

In der Kursreihe werden verschiedene Assessments und Interventionsmöglichkeiten vermittelt, mit denen die Teilnehmer*innen Bewegungen auf einer neuro-funktionellen Grundlage untersuchen und optimieren können. Dabei kommen faserspezifische Muskeltests, Palpation, Stabilitätstests, reflexive Techniken, Rezeptor-Stimulationen, Wahrnehmungstests, visuelle und vestibuläre Screenings sowie Bewegungstests zum Einsatz.

Die fehlerhaft identifizierten Rezeptorstörungen werden dann über diverse Verfahren neutralisiert, wie zum Beispiel durch reflexive Techniken, Stammhirn-Aktivierungen, Kleinhirn-Drills, sensorische Stimulationen oder Trainingsmethoden. 

Die vorgestellten Ansätze werden zunächst praktisch demonstriert und dann in der Kleingruppe geübt.

Level 1 – Propriozeption, Muskeltesting, Störungsmuster, Kompensationen

Das Level 1 Seminar der Kursreihe beinhaltet als Schwerpunkt die systematische Analyse des propriozeptiven Systems. Die Teilnehmer*innen lernen, wie man mittels Palpation, Muskeltesting, Funktionstests und Rezeptorchallenges senso-motorische Störungen identifizieren kann. Diese Fehlafferenzen können zum Beispiel durch folgende Einflüsse entstehen: 

  • vergangene Verletzungen
  • Traumata
  • Operationen
  • Über- und Unterbelastung
  • posturale Gewohnheiten
  • Tattoos
  • Narben jeder Art
  • falsches Schuhwerk
  • einseitiges Training
  • chemische Einwirkungen
  • emotionale Instabilitäten
  • usw. 

 

Theoretische Schwerpunkte von Level 1: 

  • Grundlegende Bedeutung der Wahrnehmung und der Verarbeitung von Reizen durch das zentrale Nervensystem für Schmerzen, Leistungseinschränkungen und gesundheitliche Probleme
  • Übersicht über Rezeptortypen und Arten von Dysfunktionen
  • Neuronale Hierarchie
  • Theoretische Modelle und wissenschaftlicher Hintergrund diverser Rezeptor-Therapiemethoden
  • Erläuterung von Praxis- und Fallbeispielen aus dem Profisport und aus der Sporttherapie

Praktische Schwerpunkte von Level 1: 

  • Muskeltesting – Grundlagen und häufige Fehler
  • Palpation – Schlüsselpunkte und Grundlagen der Durchführung
  • Testing typischer muskuläre Kompensationsmuster und Tonusveränderungen
  • Normale vs. dysfunktionale Inhibitionsmuster
  • Identifikation von Rezeptorstörungen auf Ebene der 
    • Muskeln
    • Myofaszien
    • Tattoos & Narben
    • Gelenke
    • Techniken zur Re-Programmierung und Neutralisierung

Was Sie in dieser Fortbildungsreihe lernen

  • warum die meisten Beschwerden am Bewegungsapparat mit der Vorgeschichte oder aktuellen Bewegungsgewohnheiten zusammenhängen und wie Sie sie optimieren können
  • wie Sie anhand von Bewegungsbeobachtung erkennen können, welche Dysfunktionen Ihr Kunde / Patient hat
  • wie Sie Muskeltonus und Bewegungsqualität mit der Entstörung von Dysfunktionen regulieren können
  • wann eine Bewegungs-Intervention hilfreich ist, wann nicht
  • welche Rezeptor-Dysfunktionen das ZNS so überlasten, dass Energiemangel, Konzentrationsprobleme und Müdigkeit resultieren
  • welche Inhibitionsmuster nicht nur Leistungs-hemmend, sondern auch Verletzungs-fördernd sind

Lesen Sie hier typische Fallbeispiele:

Alter Haut-Rezeptor am Fußgelenk inhibiert den Tibialis Posterior

Durch eine alte Narbe am lateralen Sprunggelenk hat Marco, passionierter Läufer, dauerhafte Spannungsprobleme am M. Tibialis Anterior, der hyperton ist und für eine Inhibition des M. Tibialis Posterior kompensiert. Nach Korrektur der Rezeptor-Dysfunktion auf der Narbe haben beide Muskeln normale Spannung und reagieren normoreaktiv. Das Abrollverhalten ist weicher, die Schmerzen mit Hausaufgaben innerhalb von ca. 2 Wochen vollständig verschwunden.

Druck-Rezeptor am Nacken macht Schulterprobleme

Karsten ist leidenschaftlicher Kraftsportler. Nach einer Serie von überkopf-Drückübungen hat er konstante Schulterschmerzen in Abduktion über 90°. Es stellte sich heraus, dass er durch den Druck der Kettlebell während der Beladungsphase vor dem Lift eine Übersensibilität in einem Druckrezeptor am Hals aufgebaut hat. Diese Übersensibilität führte zu reaktiver Schutzspannung des Körpers, seine gleichseitigen Mm. Scalenii wurden hyperton. Dadurch hat er eine sekundäre Kompression des Plexus Zervikalis, welche die Überkopfprobleme macht. Mit der Entstörung des Rezeptors waren die Muskeln sofort normoton und der Schmerz nach einer Einheit weg.

Kleinhirn - Unteraktivität nach Schulter-Reha

Linda ist ambitionierte Volleyballspielerin. Sie musste sich jedoch an der dominanten Schulter operieren lassen (AC-Gelenk Sprengung vor zwei Jahren). Seitdem ist zwar strukturell alles wieder in Ordnung, jedoch hat sie selbst nach umfangreicher Reha öfter Probleme mit hoher Muskelspannung beim Schlag und nicht mehr „das alte Gefühl“. Es stellte sich heraus, dass mehrere Rezeptor-Probleme am Handgelenk, Ellenbogen und an der Schulter permanent wiederkommen, weil sie eine Unteraktivität im Kleinhirn auf der Seite der Schulter hatte. Der feinkoordinative Aspekt wurde nicht hinreichend auftrainiert. Nach einer 6-wöchigen Trainingsphase hat sie keine Probleme mehr, die Störungen in der Armkette kommen auch bei hoher Belastung nicht wieder.

Hüftkapsel - Mechanorezeptor nach Stauchung

Patrick ist von Beruf Kraftfahrer. Er macht regelmäßig Krafttraining, um der monotonen Belastung im Job entgegenzuwirken. Er ist für sein Alter fit, jedoch hat er seit ca. 3 Jahren Probleme mit leichten Ausstrahlungen in seine linke Beinrückseite. Es stellte sich heraus, dass er die linke Hüfte vor 3 Jahren gestaucht hatte. Mechanorezeptoren in seinem Hüftgelenk testeten dysfunktional. Sekundär war sein M. Piriformis hyperton und nicht korrekt inhibierbar, dadurch hatte er eine leichte Hypersensibilisierung des N. Ischiadicus. Nach Behandlung der Mechanorezeptoren in der Hüftkapsel war der M. Piriformis normoton, Patrick hatte nach Klärung weiterer Rezeptorstörungen entlang der Beinachse in insgesamt 3 Terminen Beschwerdefreiheit erreicht.

Seminar-Plan

Freitag 13.00Uhr – 18.00Uhr (mit mehreren Kurzpausen)

Samstag 9.00Uhr – 17.00Uhr (mit mehreren Kurzpausen und einer 1-stündigen Mittagspause)

Sonntag 9.00Uhr – 16.00Uhr (mit mehreren Kurzpausen und einer 1-stündigen Mittagspause)

Catering:

Wasser, Kaffee, kleine Snacks

Seminargebühren:

1200€ inkl. MwSt. pro Person

Sonstiges:

  • Jede*r Teilnehmer*in bekommt zum Seminar einen eigenen Tool-Beutel mit diversen Assessment- und Interventionstools im Wert von ca. 50€.

  • Jede*r Teilnehmer*in erhält ein farbiges Skript und Zertifikat

TERMINE 2024/25 - Klicken Sie auf die untenstehenden Reiter:

01.-03.11.2024 Level 1 in REHLINGEN-SIERSBURG - Physiotherapie Nicole Meyer

ZUR ANMELDUNG BITTE eine Mail an info@danielmueller-nbt.de schreiben

15.-17.11.2024 Level 1 in LEMGO - Körperbau Therapie & Training

BEREITS AUSVERKAUFT

17.-19.01.2025 Level 1 in NEUKIRCHEN-VLUYN - Fitnessland Kensho

ZUR ANMELDUNG BITTE eine Mail an info@danielmueller-nbt.de schreiben

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